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Gegen Verschwendung

Eingeackerter Spargel, verfaulende Erdbeeren …

Trotz viel Idealismus und Hilfsbereitschaft unabwendbar?

Mit diesem Beitrag möchte ich einen ersten Überblick über die aktuelle Lage geben, wie ich sie in meiner derzeitigen Tätigkeit erlebe. Gleichzeitig will ich euch damit einladen mir eure Sicht der Dinge mitzuteilen, mit mir in Austausch und Diskurs zu treten. Ich möchte viele verschiedene und kontroversielle Sichtweisen kennenlernen und Antworten auf zahlreiche Fragen und Zusammenhänge finden.

Beginnen wir also mit einer Erklärung zur aktuellen Faktenlage aus meiner Sicht.

Rund 7.000 Freiwillige haben sich auf der Plattform dielebensmittelhelfer.at registriert und wollen der heimischen Landwirtschaft helfen. Bis zu 15.000 Saisoniers aus Rumänien, Polen, der Ukraine und anderen Ländern fehlen heuer, da sie corona-bedingt nicht nach Österreich reisen dürfen. Fast jeder größere Gemüsebauer hat außerdem über eigenen Websites angefangen Helferinnen und Helfer zu suchen. Die Resonanz ist auch dabei groß und auf den ersten Blick wirkt das alles erfreulich. Die Realität zeigt aber ganz schnell ein anderes Gesicht. Es ist eine Tatsache, dass gut gemeint noch lange nicht gut geholfen ist.

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Gesund essen und Klimaziele erreichen

In Oslo wurde am 17. Jänner ein bahnbrechendes Forschungsprojekt präsentiert, das erstmals die unmittelbaren Zusammenhänge von menschlicher Gesundheit, Ernährung und Klimaschutz aufzeigt. 37 namhafte internationale Expertinnen und Experten formulierten als sogenannte EAT Lancet Kommission erstmals wissenschaftliche Ziele für eine gesunde Ernährung und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion. Ziel der dreijährigen interdisziplinären Forschung war es, folgende Frage zu beantworten:

Kann es für eine zukünftige Bevölkerung von 10 Milliarden Menschen eine gesunde Ernährung innerhalb der planetaren Grenzen geben?

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Wie man ein Huhn filetiert

... und warum man ein ganzes Huhn verarbeiten sollte!
Sechs Monate keine Zeile! Aber die Lebensmittelwelt ist nicht so nachhaltig geworden, dass es keine Anregungen und kritischen Betrachtungen mehr gäbe, über die es sich lohnt zu berichten. Ich überwinde also meine Schreibhemmung und wähle heute ein Thema das mir wirklich schon lange am Herzen liegt: ein ganzes Huhn zu filetieren. Wir sollten uns angewöhnen, wenn wir Fleisch essen, ganze Tiere zu verarbeiten. Das ist nachhaltiger, ökonomischer und auch sozial fairer.
Warum sozialer?

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Best of Restlessen

Restl-Rezepte zur Verwertung von Braten, Beilagen und Fisch

Die Weihnachtsfeiertage sind kulinarisch geschlagen. Was bleibt sind jede Menge Reste. Dazu habe ich Euch heuer eine Auswahl an großartigen Rezepten zusammengestellt, die Eure hochwertigen Überbleibsel von Weihnachtsbraten & Co ins perfekte Second Life beamen.

Die Klassiker für alles rund um den Braten: Grenadiermarsch, Knödel mit Ei, Suppe, Curry & Strudel

Zu den Rezepten

Und meine ganz spezielle Anregung für den Silvester-Abend:

Bouillabaisse aus Fischabfällen

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Ideen gefragt! Sprachlosigkeit macht sich breit…

Obst- und Gemüsevernichtung in der gesamten EU

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Der-Markt-ist-tot-Bauern-vernichten-600-Tonnen-Kraut-Aepfel-verfaulen;art15,1497801
Überangebot: Im Eferdinger Landl wird heuer vieles nicht geerntet, weil die Verluste ohne die hohen Erntekosten schon hoch genug sind. Bild: Weihbold

Nachrichten, wie dieser Bericht über die Kraut- und Äpfelvernichtung in Eferding, der Gemüse-Hochburg in Oberösterreich, erschüttern derzeit die ganze EU. Aus österreichischer Sicht kann man natürlich fragen, ob es die geringe Menge an Agrarexporten (ca. 100 Mio. Euro), die Österreich nach Russland tätigt, wirklich das Fass zum Überlaufen bringen kann? Und das vor allem bei Lagergemüse und -obst wie Kraut, Karotten und Äpfel kann ich das als „normaler Konsument“ nicht ganz nachvollziehen. Kann man die für Russland produzierten Tonnen tatsächlich nicht in Österreich einlagern? Schließlich gibt es jährlich schwankende Erntemengen und wir lagern ein ganzes Jahr über heimische Äpfel ohne Schwierigkeiten.

Es liegt wohl nicht an unseren Mengen in Österreich. Viel eher liegt es wohl daran, Weiterlesen „Ideen gefragt! Sprachlosigkeit macht sich breit…“

Dumpstern für die Gastrosophie – Lebensmittel-Müll unter der Lupe

Verbogen, fleckig und klein – aber trotzdem fein!

Obst und Gemüse sehen nicht immer aus wie nach dem Photoshop. Im richtigen Leben ist es auch mal fleckig, vielleicht viel kleiner als die übliche „Handelsklasse“ und hat andere Formen, als die meisten Konsumenten kennen. Zwillingskarotten, Miniäpfel, unförmige Kartoffeln, zu sehr geringelte Zucchini und Gurken etc. – das alles hat die Natur vorgesehen und kommt sogar im konventionellen Landbau vor, trotz des Einsatzes von überzüchteten hybriden Sorten – oder gerade deshalb. Üblicherweise wandern Obst und Gemüse mit solchen Schönheitsfehlern gleich in den Müll oder bleibt am Feld liegen. Nachernteverluste nennt sich das im Fachjargon. In Europa schätzen verschiedene Studien diese auf 10 – 25% der gesamten Ernte.

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Russland-Importstopp: Noch mehr Lebensmittel im Müll?

Was passiert mit Obst, Gemüse und Fleisch das jetzt nicht nach Russland geht? Geht es auf den Müll? Wofür sind die Ausgleichszahlungen an die Landwirte? Liebe LeserInnen – ich war selbst über 10 Jahre in der Landwirtschaft. Ich weiß, wie schwer es ist sein Geschäft mit der Natur zu machen. Und ich gönne den Landwirten ihre starke Lobby – aber ich würde trotzdem gerne wissen was mit den Produkten denn passiert und wofür der österr. Steuerzahler da aufkommt. Weiterlesen „Russland-Importstopp: Noch mehr Lebensmittel im Müll?“

Aktiv gegen Lebensmittel im Müll! Schritt 1: den Sinnen vertrauen anstelle dem MHD

Täglich wandern Tausende Tonnen gute Lebensmittel in den Müll. Der ORF hat am 28. Juli über „heute konkret“ mit diesem Bild und dem Titel „Verschwendung“ darauf aufmerksam gemacht. Die Wogen gehen natürlich hoch, wenn solche Fotos auf FB gepostet werden aber insgesamt ist das Thema sehr komplex und nicht einfach an einem Schuldigen festzumachen. Hier eine erste Information und Annäherung an das Thema: Mindesthaltbarkeitsdatum versus Verfallsdatum Weiterlesen „Aktiv gegen Lebensmittel im Müll! Schritt 1: den Sinnen vertrauen anstelle dem MHD“

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