Ein Huhn kann wunderbar auch im Single- oder Minihaushalt verarbeitet werden. Und es bietet ausschließlich köstliche Teile – bis hin zur Karkasse und den Innereien. Das erste Huhn roh zu zerlegen ist eine Hürde, aber wenn diese geschafft ist, dann wirst du nur noch ganze Hühner kaufen. Die Anatomie des Huhns ist nämlich perfekt, um das Tier rasch in 6 Teile zu zerlegen.
Eine Anleitung zum Huhn filetieren in drei Schritten:
Schritt 1: Flügerl entfernen – genau beim Gelenk. Ganz einfach und völlig logisch:
Schritt 2: Haut abziehen von den künftigen Filets und entlang des Brustbeins die beiden Filets links und rechts rausschneiden.
Schritt 3: Die beiden Keulen abtrennen
Warum du ein ganzes Huhn verarbeiten solltest.
Wenn wir Fleisch essen, dann sollten wir bei kleinen Tieren immer das ganze Tier kaufen und verarbeiten. Das ist nachhaltiger, ökonomischer und auch sozial fairer.
Warum ist es sozial fairer, ein ganzes Huhn zu kaufen und nicht einzelne Teile?
Weil die westliche Welt fast nur Hühnerbrüste isst und verarbeitet – das Tier hat aber auch 2 Keulen und 2 Flügel. Und wenn es dann davon so viele gibt, dass man sie nicht einmal mehr zu Würsten oder Tierfutter verarbeitet und aufbrauchen kann, dann landen sie als Tiefkühlware am afrikanischen Kontinent. Dort werden die Flügerl-TK-Klötze dann so billig am Markt geworfen, dass kein afrikanischer Bauer mehr Hühner aufzieht und versucht am Markt zu verkaufen. Und schon wieder ist ein Bauer überflüssig geworden und ein Mensch arbeitslos. Das ist der Kreislauf, an den du denken solltest wenn du Hühnerfilets kaufst. (Für alle Interessierten hier ein Artikel aus dem Jahr 2015 dazu – leider immer noch genauso aktuell. Wenn du es eilig hast, kannst du bei der Überschrift „Importhähnchen sind billiger“ einsteigen.)





















