Mit dem Abfall werfen wir nicht nur unser Essen weg, sondern verschwenden auch wertvolle Ressourcen die für den Anbau notwendig waren. Durchschnittlich werfen wir Wiener*innen jährlich rund 40 Kilogramm pro Kopf im eigenen Haushalt weg*. Das muss energie- und kostenintensiv entsorgt werden.
Hast du gewusst?
Der Wert der Lebensmittel, die von einem österreichischen Haushalt jedes Jahr weggeworfen werden entspricht etwa 300 bis 400 Euro*. Was du dagegen tun kannst?
- Kauf lokal
- leg dir einen Komposter zu
- werde kreativ und kreiere neue Rezepte!
- Einkochen, einlegen, einfrieren, fermentieren – so bleibt’s länger haltbar.
- Verwerte nach dem Motto „from root to leave“, „from nose to tail”! Kaufe nur ganze Tierprodukte (z.B. Huhn) und Fische ein; nutze die Abschnitte und Karkassen für Suppenfonds.
Rezeptideen gegen Foodwaste
Tomaten Passata:
ZUBEREITUNG: 4 kg überreife Tomaten waschen, Tomatengrün entfernen und Strunk ausschneiden. Dann in ca. 3 – 4 cm große Stücke schneiden. In eine große Auflaufform geben. Mit 2 TL Meersalz und ca. 1/8 L Olivenöl gut vermischen. Im vorgeheizten Rohr bei ca. 200 °C ca. 30 Minuten rösten lassen. Dabei 2 – 3 mal durchrühren damit die oben liegenden Tomatenstücke nicht verbrennen.
Danach aus dem Rohr nehmen und die heiße Masse in einen Topf umgießen. Tomatenmasse mit dem Stabmixer fein pürieren. Auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren langsam aufkochen lassen. Danach kochend heiß in sterile Gläser abfüllen und zuschrauben.
Die Passata eignet sich für alle Gerichte in denen pürierte Tomaten eine Rolle spielen. Für besonders feine Gerichte kann man die Passata vor dem weiterverarbeiten natürlich auch durch ein Sieb passieren und so Hautstückchen und Kerne entfernen. In der Regel ist dies aber nicht notwendig. Mit dem Stabmixer werden die Kerne meist nicht beschädigt und somit kommt es auch zu keinen bitteren Geschmackskomponenten in der Passata.
Klare Gemüsesuppe:
ZUTATEN:
Gemüseschalen und Abschnitte von Gemüse
Karotten, Sellerie, Pastinaken, Kohlsprossen, Rüben, Fenchel- und Karottengrün und die äußeren Blätter von Lauch und Zwiebel
Salz und Suppengewürze wie Liebstöckl und Fenchelsamen
ZUBEREITUNG: Gemüsereste mit kaltem Wasser in einen Topf geben und langsam zum Kochen bringen. Ca. 2 Stunden oder zugedeckt vor sich hin köcheln lassen.
Gewürze nach Geschmack mitkochen wie z.B. Babettes Bio Suppenglück und etwas Salz. zufügen. Nach dem Kochen die Suppe durch ein feines Sieb seihen und direkt in sterile Schraubgläser kochendheiß abfüllen.
Diese Gemüsebrühe ist die perfekte Basis für eine tolle vegetarische Consomme, der du im 2. Kochdurchgang dann eine klare Geschmacksrichtung verleihen kannst wie z.B. Pilz oder Kräuter, oder du nutzt sie für Cremesuppen oder Risotto. Damit landen Gemüse-schalen, -abschnitte oder vergessenes, leicht welkes Gemüse nicht mehr im Müll.
Brot-Croutons:
Altes Brot oder Brotreste bevor es steinhart ist, in kleine Würfel schneiden, auf ein sauberes Brett legen und 3 Tage trocknen lassen, dann in ein sauberes Glas füllen. Schmeckt köstlich in jeder Cremesuppe wie hier meiner heutigen Lauchcremesuppe.
Kräutersalz mit Gemüsegrün
ZUTATEN:
500 g grobes Salz (z. B. Meersalz oder Steinsalz)
ca. 250 g Gemüsegrün (z. B. Petersilienstängel, Radieschengrün, Sellerie- oder Pastinakengrün)
ZUBEREITUNG: Das Grün gründlich waschen, welkes oder harte Teile entfernen. Mit einem Küchentuch oder in der Salatschleuder gut trocknen.
Das Gemüsegrün grob zerkleinern. Zusammen mit dem Salz in einen leistungsstarken Mixer geben und so lange mixen, bis die Kräuter fein zerkleinert und gut mit dem Salz vermischt sind.
Die Masse gleichmäßig auf einem mit Backpapier belegten Blech oder einem großem Tablett verteilen. Im Backofen bei ca. 50 °C Umluft mit leicht geöffneter Tür (Holzlöffel einklemmen) oder an einem warmen, trockenen Ort mehrere Stunden trocknen lassen, bis das Salz wieder völlig trocken ist.
Das getrocknete Kräutersalz nochmals kurz im Mixer oder Mörser fein mahlen (optional). Zur Lagerung in ein sauberes, luftdichtes Glas füllen. Perfekt zum Würzen von Suppen, Gemüse, Salaten oder zum Abschmecken von Dips.
Schakschouka-Basis
Zutaten: Gleiche Menge an Paprika und Tomaten, Zwiebel nach Geschmack (2 bis 3 auf ca. 1 kg Paprika und 1 kg Tomaten). Kreuzkümmel, Salz, Paprikapulver mild, Olivenöl
Zwiebel kleinwürfelig schneiden, Paprika und Tomaten in 1cm Stücke klein schneiden. Zwiebel in Olivenöl kurz andünsten, Paprika dazugeben und ca. 15 Minuten kurz dünsten. Mit frisch gestoßenem Kreuzkümmel und Paprikapulver zugeben und kurz anrösten. Danach die Tomatenwürfel in die Pfanne geben, alles gut verrechnen und ca, 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Danach heißt in sterile Gläser abfüllen.





