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Winter-Brunch – vegetarisch, saisonal und regional

Ein richtig gemütlicher Sonntags-Brunch ist an kalten Wintertagen fast durch nichts zu übertreffen. Im Winter bedarf es zwar etwas mehr Vorbereitung als im Sommer, da es einfach weniger üppige Mengen an tollem Obst und Gemüse gibt, die man ganz einfach zum rohen Verzehr aufschneiden kann. Aber ich kann Euch sagen, die Arbeit lohnt sich und es macht unheimlich Spaß, tolle Gerichte aus dem winterlichen Angebot zu zaubern. Falafel aus österreichischen Tellerlinsen zum Beispiel sind ein echter Traum…

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Der Boden, der uns nährt…

Es ist mir ein echtes Anliegen, dass wir hier auch einmal vom Boden sprechen. Der Boden, auf dem all das wachsen und gedeihen soll, was uns ernährt. Welche Beachtung bekommt er von uns “modernen“ Menschen? Er wird ausgelaugt durch Monokulturen, aufgepeppt mit (Kunst)Dünger, verdichtet und zu Tode gewalzt durch Landmaschinen, mit Herbiziden vergiftet, damit nur selektiv das wächst, was der Mensch zu brauchen glaubt, etc. etc. – die Liste der Bodenverbrechen ist lang. 2015 hat die Unesco das internationale Jahr der Böden ausgerufen http://www.fao.org/soils-2015/en/ – vielleicht ein erster Anstoß dafür, dass wir Menschen einmal darüber nachdenken, was wir den Böden zumuten und antun und was wir aber gleichzeitig von den Böden erwarten und ihnen ganz selbstverständlich abverlangen: unsere tägliche Nahrung.

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Vegetarisch? Ja, bitte! Fleischersatz? Nein, danke!

Letztes Jahr um diese Zeit habe ich an meiner Masterarbeit geschrieben, und wenn man sich mit Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln befasst, taucht natürlich auch immer das Thema Fleisch bzw. Fleischersatz auf. Warum ist wohl jedem klar: Der Fleischkonsum der westlichen Welt ist eine der Hauptursachen für den drohenden ökologischen Zusammenbruch der Erde, für skrupellose Ausbeutung von Menschen und Land in der unterentwickelten Welt und für die Gefährdung unserer Gesundheit. Es ist also dringend an der Zeit, den menschlichen Fleischkonsum massiv einzudämmen, wenn nicht überhaupt einzustellen (was ich persönlich für nicht möglich halte).

Vegetarisch kochen mit Leidenschaft

Auf der Suche nach einer Lösung, die ich wirklich empfehlen und hier weitergeben kann, habe ich mich 2014 im Rahmen meiner Möglichkeiten mit den Ernährungsformen vegetarisch, großteils vegetarisch und vegan befasst. Wie ich das Blatt auch drehe und wende und bei allem Wissen, was wir zu tun haben, ist mir abermals klar geworden, dass Genuss das einzige und alleinige wirksame Mittel zur Einschränkung ist. Nur wenn etwas wirklich schmeckt, kann es langfristig seinen Weg auf den täglichen Speisezettel finden.

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SlowFood, Lavazza und Ernährungssouveränität!

Ernährungssouveränität für Afrika – Erfolg auf ganzer Linie!

Nach langer Schaffenspause möchte ich die gastrosophischen Themen der letzten zwei Monate endlich aufarbeiten und niederschreiben. Ende Oktober war der zweijährig wiederkehrende Salone del Gusto mit der Terra Mare Konferenz. Beginnen möchte ich dabei mit einem besonders schönen und sehr erfolgreichen Projekt von Slow Food Africa. Vor 4 Jahren wurde in Pollenzo und Turin der Grundstein zu einem Projekt der gelebten Ernährungssouveränität gelegt:

10.000 Food Gardens for Africa

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Ideen gefragt! Sprachlosigkeit macht sich breit…

Obst- und Gemüsevernichtung in der gesamten EU

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Der-Markt-ist-tot-Bauern-vernichten-600-Tonnen-Kraut-Aepfel-verfaulen;art15,1497801
Überangebot: Im Eferdinger Landl wird heuer vieles nicht geerntet, weil die Verluste ohne die hohen Erntekosten schon hoch genug sind. Bild: Weihbold

Nachrichten, wie dieser Bericht über die Kraut- und Äpfelvernichtung in Eferding, der Gemüse-Hochburg in Oberösterreich, erschüttern derzeit die ganze EU. Aus österreichischer Sicht kann man natürlich fragen, ob es die geringe Menge an Agrarexporten (ca. 100 Mio. Euro), die Österreich nach Russland tätigt, wirklich das Fass zum Überlaufen bringen kann? Und das vor allem bei Lagergemüse und -obst wie Kraut, Karotten und Äpfel kann ich das als „normaler Konsument“ nicht ganz nachvollziehen. Kann man die für Russland produzierten Tonnen tatsächlich nicht in Österreich einlagern? Schließlich gibt es jährlich schwankende Erntemengen und wir lagern ein ganzes Jahr über heimische Äpfel ohne Schwierigkeiten.

Es liegt wohl nicht an unseren Mengen in Österreich. Viel eher liegt es wohl daran, Weiterlesen „Ideen gefragt! Sprachlosigkeit macht sich breit…“

Geniale Gemüsewürze!

Bevor der Sommer zu Ende geht, bitte unbedingt noch auf Vorrat produzieren:

Karotten, Sellerie, Lauch, Petersilie, Suppenkraut/Liebstöckel, Schalotten, Gelbe Rüben, Pastinaken und Petersilienwurzel, Majoran, Knoblauch (wer mag) und allerlei andere Sommerkräuter und Gemüse sind die beste Basis für eine hausgemachte Gemüsewürze/Gemüsepaste.

Einmal versucht, und Ihr werdet nicht mehr ohne diese Paste sein können! Egal ob schnelle Suppe, Risotto, Saucen… diese Würze ist ein Hit. Überall, wo seit vielen Jahrzehnten der industrielle „Suppenwürfel“ im Haushalt zum Einsatz kam, kann die hausgemachte Würze – aus Zutaten die man kennt – angewendet werden.

Zum Rezept

Zynismus: Für’s Huhn wenig pecken!

Welch ach so witziger Werbespruch, wenn es nicht traurige Wahrheit wäre, dass die sogenannte ‚Produktion‘ von Hühnerfleisch eine der tierverachtendsten Industrien ist. McDonalds bemüht sich zwar in vielen Bereichen (Rindfleisch, Kartoffeln und Salat z.B.) ein Zeichen zu setzen und österreichische Waren aus kontrollierter Produktion zu verarbeiten – aber bei Huhn kann nicht einmal die konventionelle österreichische Landwirtschaft zu den gewünschten Kosten oder den benötigten Mengen mithalten (von Bio oder nachhaltig wollen wir gar nicht reden). Und da es offenbar dann eh schon egal ist, und Hühner sowieso nichts Wert sein dürfen, schmeißen wir sie nochmals günstiger als Aktionsware am Markt – mit einem doppeldeutigen verachtenden Werbespruch.

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Russland-Importstopp: Noch mehr Lebensmittel im Müll?

Was passiert mit Obst, Gemüse und Fleisch das jetzt nicht nach Russland geht? Geht es auf den Müll? Wofür sind die Ausgleichszahlungen an die Landwirte? Liebe LeserInnen – ich war selbst über 10 Jahre in der Landwirtschaft. Ich weiß, wie schwer es ist sein Geschäft mit der Natur zu machen. Und ich gönne den Landwirten ihre starke Lobby – aber ich würde trotzdem gerne wissen was mit den Produkten denn passiert und wofür der österr. Steuerzahler da aufkommt. Weiterlesen „Russland-Importstopp: Noch mehr Lebensmittel im Müll?“

Lust mit Mehrwert: Urban Gardening

Zuerst war es ein Lifestyle-Thema. Zwischenzeitlich verstehen immer mehr Städte, dass sie Platz und Gelegenheiten schaffen sollten, um ihren Einwohnern das „Garteln“ zu ermöglichen. Egal ob USA, GB, D oder Österreich – überall wird Gemüse gezogen, Kräuter geerntet und Obst kultiviert. Die Motivation? So unterschiedlich wie das Gemüse. Ob zur Entspannung, zur Geldersparnis, aus Protest und Rebellion, zum Austausch mit echten Menschen im echten Leben, nur für mich selbst oder für die Gemeinschaft oder weil ich einfach wissen will was ich esse – die Motive sind unterschiedlich, das Ergebnis über all gleich: glückliche Menschen, die einen Bezug zu Nahrungsmittel haben oder ihn wieder bekommen. Genau dieser Bezug macht es nämlich aus!

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